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pte021007039 Umwelt/Energie, Politik/Recht
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Superbakterium in Englands Krankenhäuser wird 2.000 Todesopfer fordern
Mangelnde Hygiene für Ausbreitung des resistenten Staphylococcus Aureus verantwortlich

London/Singapur (pte/07.10.2002/15:25) - Bis zu 2.000 Todesopfer wird der Krankenhaus Super-Bug in Großbritannien in diesem Jahr noch fordern. Das multiresistente Bakterium Methicillin Resistant Staphylococcus Aureus (MRSA) ist nach Angaben des National Health Service für den Tod verantwortlich. Besondere Tragik an den Todesfällen: Die Patienten der britischen Krankenhäuser sind eigentlich wegen anderer Krankheiten ins Spital gekommen, berichtet die Singapore Straits Times http://straitstimes.asia1.com.sg heute, Montag.

Der MRSA ist gegen die meisten Antibiotika resistent. Er bewirkt dazu, dass Wunden nicht heilen und in weiterer Folge zu lebensgefährlichen Blutvergiftungen und Organversagen führen. Nach Angaben der staatlichen britischen Public Health Laboratory Service sind allein der ersten Jahreshälfte 2002 mehr als 3.500 Patienten mit dem Bakterium infiziert. Großbritannien ist mit dieser Zahl unter den Spitzenreitern in Europa. Die Chance mit MRSA infiziert zu werden ist in Großbritannien 15-mal höher als in anderen Staaten Europas.

Die britischen Medical Association, die Mediziner in Großbritannien vertritt, spricht von alarmierenden und schockierenden Ergebnissen. "Die dramatische Steigerung von MRSA ist auf die hoffnungslose Lage des Krankenhaussystems zurückzuführen: überfüllte Warteräume, zu viele Patienten, überlastetes Personal führen zu schweren Defiziten in der Hygiene", so ein Report der Medical Association. MRSA kann von Krankenschwestern und Ärzten übertragen werden, insbesondere dann, wenn sie sich nicht die Hände waschen. Infektionsüberträger sind aber auch schmutzige Vorhänge, Bettzeug, Handtücher und Böden. Am schlimmsten betroffen sind Krankenhäuser in London. Dort sind bereits 800 Fälle von Infektionen registriert, 200 Menschen sind daran bereits verstorben. Besonders alte Menschen über 65 fallen der Infektion zum Opfer. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.at
Tel. +43-1-81140-307



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