Hightech Medien Business Leben Unternehmen Produkte Aussendung Termine Abo RSS Kontakt
Nachrichten für Meinungsbildner für 96.431 Abonnenten | 127.190 Meldungen | 40.294 Pressefotos
Verwandte Meldungen
Höhlen-Bakterien gegen "Super Bug"
Krankenhaus-Superbakterium auf tödlichem Vormarsch
Superbakterium in Englands Krankenhäuser wird 2.000 Todesopfer fordern

Weitere Meldungen
Handy erinnert an Medikamenteneinnahme
Junge Raucher haben höheres Herzinfarktrisiko
Messgerät für Sprachverständnis entwickelt
Gen-Dopping lässt Mäuse schneller laufen

Sponsored Links
Sie haben die Webseite
Wir haben die Inhalte
Wenn Sie Lizenzfreie Musik suchen, führt an uns kein Weg vorbei
NEW Stethoskop i-Scope Abhören ohne Ausziehen, Kristaller Klang, SW- Telemedizin

Werbung

pte040824027 Medizin/Wellness, Forschung/Technologie
Share |

Silberionen gegen multiresistente Keime
Methode zur Prophylaxe von Katheter-assoziierten Infektionen

Nürnberg-Erlangen (pte/24.08.2004/15:28) - Multiresistente Krankheitserreger, die sich gegen viele Medikamente abschotten können, sind in Krankenhäusern nicht auszumerzen. Besonders hoch ist die Infektionsgefahr, wenn Mikroorganismen sich auf Kathetern ansiedeln und dann in die Blutbahn gelangen. Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg http://www.uni-erlangen.de haben nun eine Methode gefunden, diese Gefahr zu bannen: ein dauerhafter Strom von Silberionen wehrt die Eindringlinge ab.

Josef-Peter Guggenbichler, der an der Klinik für Kinder und Jugendliche der Universität für die Vermeidung und Behandlung von Infekten zuständig ist, hat mit Silberpartikeln versetzte Kunststoffe seit langem als Material für Katheter getestet, die keine Keimbesiedlung dulden. Mit der neuesten Entwicklung konnte sich die Wirksamkeit aber noch deutlich steigern lassen. Bakterien und Pilze treffen bei den Erkrankten auf geschwächte körpereigene Abwehrkräfte. Auf der Oberfläche und in den Hohlräumen von Kathetern finden die Keime zusätzlich ideale Bedingungen, um sich zu vermehren und einen Biofilm zu bilden, der sie schützt. Nicht nur multiresistente Mikroorganismen sind dann schwer angreifbar. Weil die Erfahrung gezeigt hat, dass Medikamente die Infektion oft nicht stoppen können, wird zumeist der Katheter entfernt - eine Notmaßnahme, die kostensteigernd, unangenehm und nicht ohne Risiko ist.

Beschichtungen und Imprägnierungen mit Antibiotika oder Desinfektionsmitteln haben bisher keinen befriedigenden Ausweg geboten. Metallisches Silber und Silbersalze sind zwar seit langem für ihre antimikrobielle Wirksamkeit bekannt, sind aber für die Beschichtung von Kunststoffkathetern ungeeignet. Anders verhält es sich jedoch, wenn kleinste Silberteilchen in den Hohlräumen der Molekülketten von Polymeren verteilt werden. Die Elastizität der Katheter wird hierbei nicht beeinträchtigt, die biologische Verträglichkeit des Materials ist gewahrt, und die Fähigkeit, Keime abzutöten, bleibt über viele Monate erhalten, berichtet die Universität.

Die freigesetzten Silberionen blockieren Enzyme, die den bakteriellen Energiestoffwechsel in Gang halten, und greifen in die Atmungskette von Mikroorganismen und in genetische Prozesse ein. Da für die Wirkung die Zahl der freigesetzten Ionen ausschlaggebend ist, ist es wesentlich, für eine hohe, konstante und dauerhafte Freisetzung solcher Ionen zu sorgen. Mit steigender Oberfläche von Silber-Nanopartikeln im Kunststoff konnte die antimikrobielle Wirkung deutlich erhöht werden. Noch effektiver wirkt die Kombination von Silber mit Platin, das die Katheter allerdings zu steif macht. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Wolfgang Weitlaner
email: weitlaner@pressetext.at
Tel. +43-1-81140-307



Startseite | Abo | Aussendung | Termine | Pressefotos | Adhoc-Dienst | Fotodienst | Toplocations | Archiv | Produkte | pressetext4Joomla
© 1997-2010 Pressetext | Nutzungsbedingungen | AGB | Impressum | Österreich | Schweiz | Europa | Corporate | Kontakt