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pte080116026 Medien/Kommunikation, Politik/Recht |
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Britisches Außenministerium umgarnt Jugendliche auf YouTube
Online-TV soll auch islamische Nutzer ansprechen
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| YouTube-Kanal zu PR-Zwecken (Foto: youtube.com) |
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London
(pte/16.01.2008/12:34) -
Das britische Außenministerium http://www.fco.gov.uk startet eine groß angelegte PR-Offensive, die sich insbesondere an britische und ausländische Jugendliche richtet. Im Zuge dessen wird die Webseite des Ministeriums neu gestaltet und ein eigener YouTube-Kanal eingerichtet, berichtet der Guardian. Bereits seit vergangenem September war der Online-Videokanal testweise in Betrieb und zeigte etwa Ansprachen des Außenministers David Miliband oder Beobachtungen von Botschaftern. Außerdem wurden nützliche Informationen für potenzielle Großbritannien-Touristen verbreitet.
Doch nun soll der Betrieb des YouTube-Channels erst so richtig starten. In den kommenden Monaten will das britische Außenministerium eine Menge Geld sowie Mitarbeiter-Ressourcen investieren, um YouTube in den Mittelpunkt seiner Marketing-Offensive zu stellen. Sowohl die Jugendlichen innerhalb des Landes als auch ausländische Nutzer - insbesondere in islamischen Staaten - sollen sich angesprochen fühlen. "Es wird eine umfassende Neugestaltung der Web-Präsenz geben, zu der auch der Auftritt auf YouTube zählt", so ein Sprecher des Ministeriums. YouTube sei in erster Linie wegen seiner Hauptzielgruppe der 18- bis 25-Jährigen interessant.
"Wir betreiben oder planen derzeit keinen solchen YouTube-Kanal, da uns weitaus weniger Ressourcen zur Verfügung stehen als dem britischen Außenministerium", erklärt Martin Gärtner, stellvertretender Leiter der Pressestelle des österreichischen Außenministeriums https://www.bmeia.gv.at, auf Nachfrage von pressetext. Die Produktion von Videoinhalten sei schlichtweg zu aufwändig und zu teuer. Es habe die Überlegung gegeben, eventuell eine Präsenz in einer virtuellen Welt wie Second Life einzurichten, aber auch diese Pläne seien bislang nicht umgesetzt worden, fügt Gärtner hinzu.
In Großbritannien soll der YouTube-Kanal nun dazu dienen, die Diplomaten moderner erscheinen zu lassen und näher an die Jugend zu bringen. Neben den Angeboten für die heimischen Bürger, wird der Fokus bewusst auf junge Nutzer in arabischen Ländern gelegt. Damit will das Ministerium einiges an schlechtem Ruf, der durch die Beteiligung am Irakkrieg entstanden ist, wieder glatt bügeln.
(Ende)
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