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Rauchverbot ruiniert Gastronomiegeschäft
58 Prozent der Betriebe verzeichnen Umsatzrückgang

Gastronomie: Rauchverbot führt zu Umsatzverlusten (Foto: pixelio.de)
Scheeßel/Wien (pte/27.02.2008/06:10) - Das Rauchverbot in Gastronomiebetrieben hat in den vergangenen sechs Monaten zu Umsatzeinbußen geführt. Seit das Nichtraucherschutzgesetz in den ersten Bundesländern eingeführt wurde, beklagen rund 58 Prozent der Restaurant-, Gasthof- und Barbetreiber in Niedersachsen und Baden-Württemberg rückläufige Einnahmen. Das behauptet eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts CHD. 40 Prozent der Betriebe machten seit August 2007 mindestens zehn Prozent weniger Umsatz, teilweise noch weniger. In Österreich wird über ein mögliches Rauchverbot hingegen noch immer debattiert. Die österreichische Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky hält ein generelles Rauchverbot in Lokalen für sinnlos, da sich das Rauchverhalten nicht ändere. Es werde nicht weniger geraucht, nur eben auf der Straße, so die Ministerin.

"Es geht nicht primär um Rauchen oder Nichtrauchen, sondern um den Widerstand gegen den Versuch, die privaten Lebens- und Konsumgewohnheiten mündiger Bürger zunehmend per Gesetz regeln zu wollen", fordert Manfred Ainedter, Betreiber der Plattform Rauchfrei(heit) http://www.rauchfreiheit.at, im Gespräch mit pressetext den Schutz der Nichtraucher ohne Diskriminierung der Raucher. "Unsere Volksvertreter sind mehr denn je gefordert, Lösungen für die wirklich dringenden Probleme der Bevölkerung zu erarbeiten, statt in vorauseilendem EU-Gehorsam die heimische Gastronomiekultur und damit tausende Arbeitsplätze zu vernichten", meint Ainedter.

Die wirtschaftliche Negativ-Entwicklung für Gastronomen ist auf eine kürzere Verweildauer der Gäste und einen geringeren Getränkekonsum aufgrund des Rauchverbots zurückzuführen. Darüber hinaus leiden 40 Prozent der Betreiber an einem spürbaren Gästeschwund. "Das Rauchverbot wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Gastronomieformen aus. Speiseorientierte Betriebe sind am geringsten betroffen", sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer des Marktforschungsinstitutes CHD Expert http://www.chd-expert.de. Lediglich sechs Prozent der Gaststätten profitierten in den vergangenen Monaten von dem Gesetz, da sie dadurch neue Kundengruppen erschließen konnten. International zeigen sich aber neben Deutschland bereits in zahlreichen Ländern ähnliche Negativ-Tendenzen. In Schottland und Irland habe das Rauchverbot sogar schon zu Schließungen von Gaststätten und Arbeitsplatzverlusten geführt. (Ende)



Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315



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