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pte090514015 Unternehmen/Finanzen, Auto/Verkehr |
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GM und Chrysler schießen 3.000 Händler ab
Strukturelle Entscheidung spiegelt Erwartungshaltung wider
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| Chrysler und General Motors stutzen Vertriebsnetzwerk (Foto: pixelio.de, Martin Wolf) |
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Detroit/Auburn Hills/München
(pte/14.05.2009/11:15) -
Die schwere Absatzkrise der beiden taumelnden US-Automobilhersteller General Motors und Chrysler schlägt nun voll auf die Vertriebsebene durch. US-Medienberichten nach wollen die Konzerne die Zahl der amerikanischen Vertragshändler um rund ein Drittel senken. Die Opel-Mutter General Motors http://www.gm.com macht den Löwenanteil bei den Streichungen aus und plant, die Zusammenarbeit mit bis zu 2.000 Partnern zu beenden. Der bereits inmitten des Insolvenzverfahrens steckende Autoriese Chrysler http://www.chrysler.com hat vor, sich von 1.000 Partnern zu trennen.
"In den USA verkauft man gegenwärtig mit rund neun Mio. Fahrzeugen fast nur mehr halb so viele, wie dies noch vor ein paar Jahren der Fall war. Dass nun Chrysler sowie General Motors ihre Händlernetze ausdünnen, war zu erwarten", sagt Helmut Becker, Automobilexperte und Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation http://www.iwk-muenchen.de, gegenüber pressetext. Laut dem Branchenkenner handelt es sich hierbei um eine strukturelle Entscheidung, die die künftige Erwartungshaltung der Automobilhersteller in den USA zeigt. Demnach geht man auch in Zukunft nicht davon aus, dass sich die Lage bessern wird. "Wenn es gut läuft, wird man zwischen zwölf und 13 Mio. Autos verkaufen", erklärt Becker weiter.
Entgegen leichter Entspannungen am Autoabsatzmarkt der vergangenen Tage scheint sich die Krise für die Konzerne vor dem Hintergrund der aktuellen Pläne eher zu verstärken. Trotz der durchgesickerten Informationen wollten sich weder GM noch Chrysler öffentlich äußern. GM hat noch bis zum 1. Juni Zeit, der Regierung und US-Präsident Barack Obama ein schlüssiges Restrukturierungskonzept vorzulegen. Nur unter bestimmten Voraussetzungen werde es Geld vom Staat zur Überbrückung geben, kündigte Obama bereits im Vorfeld an. Geschehe dies bis zum Ablauf des Ultimatums nicht, dann droht General Motors - sofern sich keine Investoren finden lassen - der Bankrott (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090421017/).
Die Zahlen der vergangenen Woche geben bisweilen jedoch nur wenig Grund zum Aufatmen. So teilte GM mit, dass das Minus für das erste Geschäftsquartal sechs Mrd. Dollar beträgt und dies damit bereits den achten Verlust in Folge darstellt. Seit Anfang 2005 hat der größte US-Automobilbauer zusammengerechnet ein Minus von insgesamt 88 Mrd. Dollar erwirtschaftet. Bereits vor einem Jahr lag das Quartalsminus bei rund 3,3 Mrd. Dollar, der Umsatz halbierte sich fast auf 22,4 Mrd. Dollar. Nach dem jüngsten Sanierungsplan will sich GM mehrheitlich verstaatlichen lassen. Nachdem bereits Chrysler Ende letzter Woche gleich mehrere Gläubiger abgesprungen waren, sieht sich GM mit dieser Entscheidungsoption auf der richtigen Seite.
(Ende)
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