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AT&S bleibt unausgelastet
CEO Sommerer: "Krise ist präsenter denn je"

AT&S kämpft mit Nachfragerückgang (Foto: fotodienst.cc)
Wien (pte/14.05.2009/13:21) - Der Leiterplattenhersteller AT&S http://www.ats.net hat ein von Nachfrageengpässen, Restrukturierungsmaßnahmen und Kapazitätsanpassungen geprägtes schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. "Dass die Krise schon vorbei ist, können wir nicht bestätigen. Diese ist präsenter denn je", gibt AT&S-Vorstandsvorsitzender Harald Sommerer im Gespräch mit pressetext auch einen düsteren Ausblick auf das folgende. Angesichts einer signifikanten Unterauslastung "in allen Segmenten" zog das Unternehmen zum 31. März mit einem Verlust von 0,23 Euro je Aktie bzw. 5,8 Mio. Euro Bilanz. Zwar habe die AT&S in den ersten drei Quartalen ein solides operatives Ergebnis erzielt. Spätestens in den ersten drei Monaten dieses Jahres habe die Krise hingegen einen deutlich spürbaren Einfluss genommen. "Der Tiefpunkt wurde mit dem letzten Geschäftsquartal noch nicht erreicht", meint Sommerer.

In einer "gesunden Marktbereinigung" erkennt der Leiterplattenproduzent dennoch auch einen positiven Effekt der Krise. "Jene Unternehmen, die in wirtschaftlichen Boomjahren nicht Fuß fassen konnten, werden nach dieser Krise nicht weiterbestehen. Der Anpassungsprozess ist aber natürlich für alle Teilnehmer schmerzhaft", unterstreicht Sommerer. Die Entwicklung zwinge das Unternehmen, in allen Werken zu sparen, was bereits durch Stellenabbau am österreichischen Standort Leoben-Hinterberg zum Ausdruck kam (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090127031/). Dennoch sieht der Konzern vor, seine "konservative Dividendenpolitik" beizubehalten und der Hauptversammlung im Juli eine Ausschüttung von 0,18 Euro pro Aktie vorzuschlagen. Davon sei nur "in absoluten Krisenzeiten" und existenzgefährdenden Situationen abzuweichen. "Wir dürfen mit dem Ergebnis nicht unzufrieden sein. Das Betriebsergebnis zeigt auch in der Krise eine starke Positionierung der AT&S", erklärt AT&S-Finanzvorstand Steen Hansen gegenüber pressetext.

Aufgrund des starken Nachfragerückgangs vonseiten der Industrie hatte der Leiterplattenhersteller sowohl in seinen asiatischen als auch den europäischen Werken mit einer Unterauslastung zu kämpfen. Gleichzeitig habe die Profitabilität des Unternehmens unter den hohen Fixkosten gelitten. "Die starken Marktrückgänge können wir kurzfristig nicht auffangen", betont Hansen. So machten sich Auslastungsprobleme auch in China bemerkbar. Der Vorteil an den asiatischen Werken liegt Sommerer zufolge jedoch in vergleichsweise niedrigeren Fixkostenstrukturen als in Europa. "Cash is King" müsse derzeit die Devise lauten, weshalb die Strategie des Unternehmens in diesem Umfeld eine noch klarere Ausrichtung der einzelnen Werke auf ihre entsprechenden lokalen Zielmärkte vorsieht.

Da 2009 von einem 16-prozentigen Rückgang der weltweiten Umsätze in der Leiterplattenindustrie auszugehen sei, wovon sich auch AT&S nicht entziehen könne, strebt das Unternehmen mit dem Bereich Mobile Devices und Smartphones eine stärkere Positionierung im Hightech-Segment an. Zwar werde die Neuausrichtung zu Marktanteilsverlusten führen. Die ohnehin auf ein Minimum reduzierten Investitionen müssten jedoch auf langfristig profitable Marktsegmente konzentriert werden. In anderen Bereichen seien Investitionen derzeit nicht sinnvoll. Der Rückgang werde in allen Geschäftsbereichen wahrgenommen, weshalb in allen Werken Kostenanpassungen vorgenommen werden müssten. "Schließlich ist die aktuelle Situation nicht 'Business as usual'", schließt Sommerer. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Manuel Haglmüller
email: haglmueller@pressetext.com
Tel. +43-1-811-40-315



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