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pte091118011 Medizin/Wellness
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Bereits alte Ägypter litten an Atherosklerose
Risikofaktoren für Herzerkrankungen uralt

Herzerkrankungen schon bei alten Ägyptern verbreitet (Foto: pixelio.de/Dieter Schütz)
Kairo/Irvine (pte/18.11.2009/10:00) - Eine Verhärtung der Arterien haben US-amerikanische und ägyptische Wissenschaftler bei ägyptischen Mumien nachgewiesen. Damit liegt nahe, dass die Risikofaktoren für Herzerkrankungen bereits uralt sind. Das Team führte medizinische Scans bei 22 Mumien des Museum of Antiquities in Kairo durch. Bei drei von ihnen wurden verhärtete Arterien gefunden und bei drei weiteren mögliche Herzerkrankungen.

Hoher Status, fettreiche Ernährung

Alle Verstorbenen hatten einen hohen gesellschaftlichen Status und ernährten sich wahrscheinlich fettreich. Details der Ergebnisse der von der University of California http://www.uci.edu, des Mid America Heart Institute, des Wisconsin Heart Hospital und der Al Azhar Medical School http://www.azhar.edu.eg/med durchgeführten Untersuchungen wurden im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

Die Körper der Verstorbenen wurden konserviert, da sie am Hof des Pharao dienten oder Priesterinnen sowie Priester waren. Die Röntgenbilder wurden von fünf in diesem Bereich erfahrenen Mitgliedern des Teams untersucht. 16 der 22 Mumien verfügten noch über identifizierbare Arterien der Herzen. Bei neun fanden sich Kalkablagerungen in der zum Herzen führenden Arterie oder in dem Bereich wo sich die Arterie befunden haben sollte.

Verkalkungen in Arterien

Einige der Mumien hatten Verkalkungen in bis zu sechs verschiedenen Arterien. Verhärtete Arterien oder eine Atherosklerose, eine Ansammlung von Fett, Cholesterin, Kalzium und anderen Substanzen, konnte in den Blutgefäßen von drei der Körper nachgewiesen werden.

Von jenen die zum Zeitpunkt des Todes älter als 45 Jahre waren, verfügten sieben von acht über Kalkablagerungen. Das war nur bei zwei von acht der jüngeren Mumien der Fall. Bei den Verkalkungen gab es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Die alten Ägypter rauchten laut den Wissenschaftlern zwar nicht, aßen auch keine verarbeiteten Lebensmittel und hatten auch genug Bewegung. Sie waren aber auch keine Jäger oder Sammler mehr. Die Landwirtschaft war jedoch schon gut entwickelt und das Essen von Fleisch scheint bei Menschen mit einem hohen sozioökonomischen Status durchaus verbreitet gewesen zu sein.

Gregory Thomas von der University of California erklärte, dass man nicht sagen könne, ob die Atherosklerose für den Tod eines dieser Menschen verantwortlich gewesen sei. Klar sei jedoch, dass diese Krankheit bereits damals aufgetreten ist.

Risikofaktoren bereits uralt

Das bedeutet, dass die Menschen auch in uralten Zeiten über die genetische Prädisposition und die Umwelt verfügten, die das Entstehen einer Herzerkrankung begünstigten. Daher sei es laut BBC sinnvoll, in der Forschung nicht bei den modernen und bekannten Risikofaktoren für eine Herzerkrankung stehen zu bleiben. (Ende)



Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Michaela Monschein
email: monschein@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-0



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